Farben außerhalb des Farbraums

Warum sehen die Farben in meinem gedruckten Blurb-Buch anders aus?

Unsere Druckmaschinen verwenden vier Druckfarben: Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Das Mischen dieser Druckfarben ermöglicht die Reproduktion eines sehr breiten Farbspektrums in Ihrem Buch, und die meisten Farben können perfekt gedruckt werden.

Einige Farbnuancen können allerdings nicht mit einem CMYK-Druckgerät reproduziert werden. Dazu zählen bestimmte kräftige, stark gesättigte Farben wie z. B. helles Lila, leuchtendes Pink, fluoreszierende und Neon-Farben.

 

Diese Farben könnten auf dem Bildschirm zwar lebendig wirken, im fertigen Druckprodukt werden sie aber wahrscheinlich weniger kräftig und eher gedämpft sein (siehe Beispiel weiter unten). Diese Farben gelten als außerhalb des Farbraums (Gamut) liegend, was bedeutet, dass sie von unseren CMYK-Druckgeräten nicht reproduziert werden können. Dies stellt keinen Druckmangel dar, da es sich letztlich um eine Beschränkung des CMYK-Druckverfahrens handelt.

Betreffen Farbabweichungen nur Fotos?

Nein. Zu Farbabweichungen kann es überall da kommen, wo Farben außerhalb des Farbraums liegen, also bei Fotos, Hintergrund- und Textfarben usw.

Wie kann man vermeiden, dass Farben außerhalb des Farbraums liegen?

Wenn das Druckgerät nicht in der Lage ist, eine außerhalb des Farbraums liegende Farbe zu drucken, wird das gedruckte Ergebnis gedämpfter sein. Wenn Sie vermuten, dass Farben in Ihrem Projekt außerhalb des Farbraums liegen, könnten Ihnen diese Tipps und Empfehlungen dabei helfen, das Problem zu beheben oder zu vermeiden:

  • In BookWright können Sie die Softproof-Funktion verwenden, um etwaige Farbabweichungen zu ermitteln. Ein Softproof ermöglicht zwar nicht, einen außerhalb des Farbraums liegenden Farbton genauso kräftig zu drucken, Sie können aber erkennen, bei welchen Farben es beim Druck zu Abweichungen kommen könnte.
  • Vermeiden Sie bei der Auswahl einer Hintergrundfarbe nach Möglichkeit stark gesättigte, fluoreszierende oder Neon-Farben. Sollten Sie sie dennoch verwenden, bedenken Sie, dass sie u. U. weniger kräftig gedruckt werden.
  • Hellen Sie Ihre Bilder eventuell etwas auf. Dadurch werden außerhalb des Farbraums liegende Farben zwar trotzdem nicht so strahlend gedruckt, wie sie dargestellt werden, die meisten Bilder profitieren jedoch von einer leichten Aufhellung. Auf diese Weise können zu dunkle Bilder vermieden werden, und die Farben in Ihrem gedruckten Buch sind wahrscheinlich leuchtender.
  • Bestellen Sie immer ein einzelnes Probeexemplar Ihres Buchs zur Überprüfung, bevor Sie eine Großbestellung aufgeben oder die Publikation für den Kauf verfügbar machen. Bei einem Probeexemplar handelt es sich einfach um ein einzelnes, von Blurb gedrucktes Exemplar Ihres Buches. Auf diese Weise können Sie sehen, wo es eventuell zu Farbabweichungen kommt (und übersehene Tippfehler, unscharfe Bilder und andere Probleme mit Buchinhalten ausfindig machen).
  • Wenn Sie Adobe® Photoshop® verwenden, ausreichend Zeit haben und in Hardware investieren möchten, um Ihren Bildschirm zu kalibrieren, können Sie sich mit den Grundlagen des Farbmanagements vertraut machen und einen Farbmanagement-Workflow einrichten, um Ihre Bilder einem Softproof zu unterziehen. Für die meisten Personen stellt dies jedoch keine Option dar, da hierfür Tools erforderlich sind, über die ein durchschnittlicher Nutzer vermutlich nicht verfügt.

Zusammengefasst: Die meisten Farben können korrekt gedruckt werden. Denken Sie daran, dass bestimmte leuchtende Farben etwas gedämpfter gedruckt werden, und dass es von Vorteil sein könnte, Ihre Bilder leicht aufzuhellen, sodass sie in jedem Fall nicht zu dunkel sind.

Beispiel

Hier sehen Sie das Originalbild mit einem strahlend blauen Himmel, dessen Blau außerhalb des Farbraums liegt.

vivid.png

Und so wird das Bild voraussichtlich gedruckt aussehen.

soft_proofeed.png

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