So vermeiden Sie Probleme im Zusammenhang mit der Bildkompression

Michael Y
Michael Y
  • Aktualisiert

Bei den meisten Bildern, die Sie in BookWright oder BookSmart verwenden, wird es keine Probleme in Zusammenhang mit der Kompression geben. Wenn unser Kundenservice-Team Sie aber auf diese Seite verwiesen hat, müssen Sie wahrscheinlich einige Änderungen vornehmen, um bestmögliche Druckergebnisse zu erzielen.

Sehen wir uns zunächst ein paar wichtige Begriffe und Tools an.

Bildabmessungen

Wenn in diesem Kontext die Rede von Bildabmessungen oder Bildgröße ist, ist damit nicht die Dateigröße in Megabyte (MB) gemeint, sondern die Größe eines Bildes in Punkt, Pixel, Zentimetern oder Zoll.

In BookWright können Sie ein Foto importieren und dann auf dessen Miniaturansicht im Bereich Ansicht > Fotos doppelklicken, um dessen Maße anzuzeigen (unten rot umrandet). Wie Sie sehen, ist unser Beispielbild 41 x 30,7 cm groß. Die Abmessungen in Zoll und Pixel sind ebenfalls angegeben.

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Sie können die Bildabmessungen auch in Bildbearbeitungsprogrammen wie z. B. Adobe Photoshop, Preview und Paint anzeigen sowie sie über Informationen (Mac) und Eigenschaften (Windows) ermitteln.

Rahmengröße

Mit Rahmengröße ist die Größe des Rahmens gemeint, in den Sie ein Bild auf einer Seite platzieren. Dieser legt fest, wie groß das Bild auf der Seite sein wird.

Hier unten sehen Sie einen Fotorahmen in einem BookWright-Seitenlayout. Wenn Sie auf den Rahmen klicken, werden u. a. dessen Abmessungen angezeigt (hier rot umrandet).

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Wenn Sie möchten, dass die Rahmenabmessungen in einer anderen Maßeinheit als in Zentimetern angezeigt werden (Zoll oder Punkte), sorgen Sie dafür, dass die Lineale eingeblendet sind (Ansicht > Lineale anzeigen), und doppelklicken Sie dann auf das Lineal, um zu einer anderen Maßeinheit zu wechseln.

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Kleines Foto, großer Rahmen

Wenn Sie ein Bild in einen Rahmen platzieren, der größer als das Bild selbst ist, wird eine Warnmeldung angezeigt, um Sie auf die niedrige Bildauflösung hinzuweisen.

Wenn Sie z. B. ein 40 x 30 cm großes Bild in einen 50 x 20 cm großen Rahmen platzieren, wird es „gestreckt“, um es an die Rahmengröße anzupassen. Daraufhin wird in der oberen rechten Ecke das Warnsymbol mit dem Hinweis auf die niedrige Bildauflösung angezeigt. Dieses Bild würde nicht optimal gedruckt, jedenfalls nicht in dieser Größe.

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Großes Bild, kleiner Rahmen

Wenn Sie ein großes Bild in einen kleineren Rahmen platzieren, muss die Bildgröße von BookWright verringert werden. Wenn Sie beispielsweise ein 40 x 30 cm großes Bild in den Rahmen hier unten (22,4 x 14 cm) platzieren, wird es von BookWright verkleinert, um es an die Rahmengröße anzupassen.

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Worin besteht das Problem?

Das Platzieren eines großen Bildes in einen kleineren Rahmen stellt normalerweise kein Problem dar. BookWright kann Bilder von guter Qualität problemlos verkleinern.

Wenn das Bild allerdings bedeutend größer als der Rahmen ist und zudem körnig, verpixelt, übermäßig geschärft ist oder gezackte Kanten aufweist (um nur einige Probleme zu nennen), könnte die Bildqualität durch das Verkleinern verschlechtert werden.

Wie aber können Sie feststellen, ob Ihr Bild z. B. körnig, verpixelt, übermäßig geschärft ist oder gezackte Kanten aufweist? Unterziehen Sie es dem sog. 200 %-Test: Vergrößern Sie das Bild in einem Bildbearbeitungsprogramm, das eine Vergrößerung nach Zahlenwerten zulässt, auf 200 % (in BookWright ist das nicht möglich, Sie müssen hierfür also ein anderes Programm verwenden).

Wenn das Bild bei 200 %iger Vergrößerung körnig oder verrauscht wirkt, Moiré-Effekte, gezackte Kanten oder andere Probleme aufweist, werden diese auch im gedruckten Bild zu sehen sein, und durch das Verkleinern könnten diese Probleme sogar noch verschlimmert werden.

Wenn ein Bild eines dieser Probleme aufweist und die Funktion Bild verbessern verwendet wird (durch die es zusätzlich geschärft und aufgehellt wird), macht das die Dinge nur noch schlimmer: Körnige Bilder werden noch körniger und gezackte Kanten noch gezackter aussehen.

Im nachstehenden Bild sehen Sie die Funktion Bild verbessern.

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Bessere Ergebnisse erzielen

Der 200 %-Test

Erstens: Unterziehen Sie Ihre Bilder wie oben beschrieben dem 200 %-Vergrößerungstest. Für eine genauere Untersuchung können Sie sie auch auf 300 % vergrößern. Auf diese Weise werden etwaige Probleme in den Originalbildern sichtbar.

Wenn etwas bei einer Vergrößerung von 200 oder 300 % problematisch aussieht, wird es höchstwahrscheinlich auch im gedruckten Buch so sein. In solchen Fällen sollten Sie möglichst ein anderes Bild verwenden. Andernfalls müssen Sie damit rechnen, dass die in der Vergrößerung sichtbaren Probleme auch im gedruckten Buch zu sehen sein werden.

Die Funktion „Bild verbessern“ deaktivieren

Zweitens: Wenn Sie bei einem vergrößerten Bild feststellen, dass es körnig, übermäßig geschärft oder verpixelt wirkt oder gezackte Kanten aufweist, sollten Sie die Funktion Bild verbessern nicht verwenden. Deaktivieren Sie sie für dieses Bild.

Große Bilder verkleinern

Drittens: Vergleichen Sie anhand der Anleitungen in den obigen Abschnitten Bildabmessungen und Rahmengröße die Abmessungen Ihres Originalbildes mit der Größe des Bildrahmens. Wenn das Bild wesentlich größer als der Rahmen ist und Sie bei einer 200 %igen Vergrößerung Probleme festgestellt haben, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Erstellen Sie eine Kopie des Bildes (damit das Original auch noch für andere Zwecke verwendet werden kann).
  2. Notieren Sie sich die Abmessungen des Bildrahmens in BookWright (diese werden angezeigt, wenn Sie auf den Rahmen klicken).
  3. Verkleinern Sie das Bild in einem Bildbearbeitungsprogramm (z. B. Adobe Photoshop, Preview oder einem Programm Ihrer Wahl) so, dass es möglichst der Rahmengröße entspricht, die Sie in Schritt 2 ermittelt haben. Wenn es dann immer noch ein wenig größer als der Rahmen ist, ist das kein Problem. Es kann durchaus sein, dass keine genaue Übereinstimmung erzielt werden kann, versuchen Sie jedoch, eine Abweichung von maximal ca. 15 % zu erreichen.
  4. Ersetzen Sie in BookWright das ursprüngliche durch das verkleinerte Bild.
  5. Vergewissern Sie sich, dass die Funktion Bild verbessern deaktiviert ist.
  6. Überprüfen Sie alles gründlich.
  7. Laden Sie diese neue Version Ihres Buches hoch, und bestellen Sie sie.

Diese Schritten können Ihnen dabei helfen, Probleme der Originalbilder wie Körnigkeit, gezackte Kanten, Moiré-Effekte, Artefakte oder übermäßige Schärfung auf ein Minimum zu reduzieren. Ganz beseitigen lassen sich diese jedoch möglicherweise nicht.

Probleme im Originalbild werden letztendlich auch im gedruckten Buch zu sehen sein. Die oben beschriebenen Schritte können Ihnen dabei helfen, diese Probleme auf ein Minimum zu reduzieren. Wir empfehlen, immer ein einzelnes Exemplar jeder neuen Version eines Buches zu bestellen und es sorgfältig zu überprüfen, vor allem bevor Sie eine größere Anzahl davon bestellen oder das Buch für den Verkauf bereitstellen.

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